021 - Reflexionen zum Personal Branding

Podcast

Kennst Du das? Du sprichst mit einer Person und ihr kommt ins philosophieren. Du erkennst Dich in vielen Situationen wieder oder denkt, dass dies und das ein guter Ansatz für Dein eigenes Leben sein könnte. So gehts zumindest  mir oft, vor allem natürlich auch während der Podcast-Gespräche, die ja der In­spiration dienen sollen. Doch was macht man, Du/ich, mit diesen vielen Inputs? Und was hat das mit Personal Branding zu tun?

Gespräche sind wichtig. Die Erlebnisse und Erkenntnisse anderer Menschen können uns bestätigen, abschrecken, motivieren, neugierig machen usw. Wie Leo Held im Gespräch sagte, ist die Reflexion sehr wichtig. Ich kann mein Handeln reflektieren, natürlich aber auch Gespräche oder Treffen mit anderen Menschen. Heute mache ich das und filtere drei Punkte heraus, die mich inspiriert haben in meinen bisherigen Gesprächen.

Verschiedene Wege führen zum Personal Branding


Im Personal Branding geht es ja vereinfacht gesagt darum, sich zu "vermarkten". Sich als Marke zu präsentieren. Um das zu schaffen, muss ich ja aber erst Mal wissen, wer ich überhaupt bin. Wofür ich stehe. Und wohin ich will. Um all dies herauszufinden, brauchen wir Zeit und müssen uns mit uns selber auseinandersetzen. Es gibt Menschen, die intuitiv wissen, was sie wollen, andere brauchen ein tiefgreifendes Erlebnis, um das zu erkennen. Ich bin überzeugt, dass nicht die eine Methode richtiger oder besser als die andere ist. Wir als Menschen ticken nun mal verschieden. Folglich haben wir auch unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungswege. Wichtig finde ich, dass man offen ist und eben auf die Intuition hört oder diese Erlebnisse reflektiert.

So spürte Bernd Hückstädt von klein auf, dass in seinem Verständnis in der Welt einiges schief läuft und er etwas ändern möchte, während seine Partnerin, Margret Baier, durch Besuche in Favelas merkte, dass auch sie etwas machen wollte. Als sie zusammenfanden, entstand Gradido, ein Projekt, das sich fortlaufend entwickelt. Beide leben nun ihren Traum, sind aber über unterschiedliche Wege dorthin gekommen.

Ich interpretiere das so: Wenn wir offen durchs Leben gehen, Begegnungen und Chancen erkennen und reflektieren, erhöhen wir die Chance sehr viel mehr, schlussendlich das machen zu können, das uns entspricht.

Babyschritte sind wichtig und motivieren

Dies führt mich zum zweiten Punkt. In einer meiner ersten Episoden habe ich gesagt, dass ich gelernt habe, dass es wichtig ist, sich Ziele zu setzen. Dieser Meinung bin ich immer noch. Allerdings würde ich es heute so ausdrücken: Ziele oder Visionen sind wichtig, allerdings sind die Babyschritte dazwischen noch wichtiger, die uns zu unseren Zielen führen. Sie halten die Motivation hoch und erlauben es uns überhaupt erst, ein Projekt zu starten. Zudem sollen und dürfen die kleinen Erfolge auch gefeiert werden. Wenn Gaël Duval mit seinem Android-Betriebssystem/e/ erst auf den Markt gegangen wäre, als das Produkt perfekt war, wäre er wahrscheinlich heute und im stillen Kämmerlein am Programmieren.

Irgendwann muss eine Idee einfach raus. Dann kommt der Feinschliff. Als Randbemerkung: Ich finde die Lancierung von fehlerhaften Produkten oder Software, die dann von der Masse getestet werden, extrem mühsam und diese Methode nicht erstrebenswert. Davon rede ich hier aber auch nicht.

Ich will damit sagen, dass wir wahrscheinlich selten etwas zu 100% perfekt hinbekommen. Auch uns nicht. Was auch immer "perfekt" bei einem Menschen oder einem Produkt heissen soll...

Aber irgendwann müssen wir raus, auf den Arbeitsmarkt, Partnersuche, ins Leben. Wenn wir das erst machen, wenn wir "perfekt" sind, schaffen wir das gar nie und verpassen das Leben.

Zusammengefasst: Ziele und Visionen, wie wir oder unsere Produkte werden sollen, sind wichtig. Wichtiger ist es aber, alles als das zu sehen, was es ist: ein sich entwickelndes Produkt oder ein sich entwickelnder Mensch.

Intuition und positives Denken

Mein dritter Punkt heute widmet sich noch einmal der Intuition. Beno Kehl sprach davon, dass er in der Fülle lebe und wir weg vom Mangeldenken kommen sollen. Doch was heisst das?

Beno verliess nach 20 Jahre als Mönch das Kloster. Seine ganzen Habseligkeiten hatten in zwei Koffern Platz. Er hatte kein Bankkonto. Er hatte aber auch keine Angst, dass er verhungern würde. Er hatte dieses Urvertrauen, dass alles gut konnt. Er war also optimistisch.

Mir ist bewusst, dass wahrscheinlich relativ wenige Menschen so gelassen einen solchen Schritt wagen würden, mich eingeschlossen. Aber das ist auch nicht so wichtig. Wichtiger erscheint mir, dass er seiner Intuition gefolgt ist. Und das können wir alle machen. Im kleinen beginnen und darauf aufbauen.

Als Kind haben wir das gemacht und die Intuition dann oft durch analytisches Denken ersetzt. Das ist auch ok. Ich betrachte mich als analytischen Menschen, habe aber die Intuition oder das Bauchgefühl wieder schätzen gelernt. Und ich versuche, ihr wieder mehr Platz in meinem Leben einzuräumen. Dies ist ein Ziel und wie vorhin beschrieben, geht das: Schritt für Schritt.

Reflektiert zum Personal Branding

Ich fasse gerne noch einmal zusammen: Reflexion ist ein spannender Prozess, der Erfahrungen, Treffen und Gespräche noch wertvoller macht. Er hilft uns, die für uns aktuell wichtigen Punkte herauszufiltern und uns zu entwickeln. Dieser Entwicklungsprozess kann das ganze Leben andauern, wenn wir ihn zulassen und offen dafür sind. Dies ist spannend und begleitet uns auf dem Weg zu unserem Ziel, unserer Vision. Und unterwegs gibt es viele Zwischenziele, die wir erreichen und feiern dürfen.

Ich freue mich, wenn ich Dich oder Deine Firma bei Deinem nächsten Schritt unterstützen darf. Auf welche Art und Weise du mich unverbindlich kontaktieren kamst, erfährst Du hier.

Heute wage ich wieder einen klareren Ausblick: Als Chefin oder Coach hat man die Aufgabe, andere Menschen zu einem Team zu formen und die individuellen Fähigkeiten fürs grosse Ganze einzusetzen. Mit dem Trainer der Damenfussballnationalmannschaft der Schweiz, Nils Nielsen, spreche ich darüber, wie er das macht.

Ich freue mich auf Dich. Und tschüss!

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