Test GFX 50s: Im Studio

Letzte Woche habe ich über meine ersten Momente mit der Fuji GFX 50s im Freien berichtet. Während meiner zwei Wochen mit Fuji’s Mittelformatkamera hatte ich auch Shootings im Studio und konnte so die Kamera testen. Die Fotos vom Modeshooting darf ich hier noch nicht zeigen, dafür jene des Tanzshootings mit Maya.

Grosse Ganzkörperaufnahmen

Ich arbeite normalerweise mit der X-T2 von Fuji und bin mit dieser Kamera sehr zufrieden. Dies bleibt auch nach dem Test mit der GFX 50s so. Allerdings hat es beim Shooting Spass gemacht, auch bei Ganzkörperaufnahmen (s. unten) viele Details zu sehen. Wie immer im Studio fotografierte ich direkt auf den Computer (27″ iMac). Bei so vielen Pixeln und Details macht die 100% Ansicht richtig Spass.

Enorme Datenmenge

Wir begannen unser Shooting mit einer Improvisation: Maya bewegte sich frei zur Musik und ich versuchte, im „richtigen“ Moment abzudrücken. Die Datenmenge, welche die GFX 50s produziert, ist gewaltig. So erstaunt es nicht, dass auch ein USB3-Kabel irgendwann „verstopft“. Fairerweise muss aber erwähnt sein, dass ich unkomprimierte RAWs geschossen haben, die jeweils rund 130MB gross sind. Bei dieser freien Improvisation konnte ich also nicht voll drauf los halten wie mit der X-T2, hätte mit verlustfrei komprimierten RAW-Bildern aber sicherlich mehr Fotos schiessen können.

Schnelle Auslösung

Im zweiten Teil des Shootings widmeten wir uns diversen Tanzfiguren und Sprüngen. Wie immer fokussierte ich manuell vor und drückte dann im richtigen Moment ab. Um diesen richtigen Moment zu erwischen, brauche ich meistens ein paar Anläufe, schliesslich soll der Fuss ja soweit oben sein wie möglich. Bei diesen Fotos ist mir aufgefallen, wie schnell die GFX nach dem Drücken des Auslösers auch tatsächlich auslöst. So hatte ich sehr wenige „falsche“ Fotos – wenns mal nicht geklappt hat, war meistens ich zu früh oder zu spät.

Lightroom statt Capture One

Wie letztes Mal bereits erwähnt, unterstützt Capture One Pro keine fremden Mittelformatkameras. Dies gilt natürlich auch beim tethered Shooting (direkt auf den Computer). So fotografierte ich direkt in Lightroom. Dank eines Fuji-Plugins funktioniert das problemlos und Lightroom ist mit den letzten Updates auch wesentlich schneller geworden. Und anders als in Capture One, das keine Fuji-Kamera beim Tetheren unterstützt, konnte ich in Lightroom vorgenommene Änderungen automatisch auf alle nachfolgenden Fotos anwenden. Sehr angenehm.

Fazit

Das Fotografieren mit der GFX 50s im Studio macht sehr viel Spass. Für meine Bedürfnisse ist sie schnell genug und lieferte enorm viele Details. Mit komprimierten RAWs hätte ich die Kadenz sogar noch erhöhen können. Sie löst sehr schnell und zuverlässig aus, was bei Tanzfotos sehr wichtig ist. Ein Grund, die X-T2 aus dem Studio zu verbannen? Ich habe mittlerweile einige Fotos gedruckt und werde die nach dem Trocknen genauer unter die Lupe nehmen. Nächste Woche werde ich (hoffentlich) ein abschliessendes Fazit ziehen können.

Ich stellte sicher, dass das weisse Hemd nicht überbelichtet war. Die Aufnahmen der GFX 50s beinhalten noch viele Details in den Schatten, die man in der Postproduktion wieder holen kann.

Ich stellte sicher, dass das weisse Hemd nicht überbelichtet war. Die Aufnahmen der GFX 50s beinhalten noch viele Details in den Schatten, die man in der Postproduktion wieder holen kann.

Nur ein Licht: Die 150cm Octabox von Bron hängt an einem Galgen und wirft ihr weiches Licht auf Maya.

Nur ein Licht: Die 150cm Octabox von Bron hängt an einem Galgen und wirft ihr weiches Licht auf Maya.

Maya bewegt improvisiert zur Musik. Die GFX produziert detailreiche Bilder, die schöne Übergänge von Licht zu Schatten zeigen.

Maya bewegt improvisiert zur Musik. Die GFX produziert detailreiche Bilder, die schöne Übergänge von Licht zu Schatten zeigen.

Die erste Pose nach der Improvisation: Dank des Speedmodus des Moves von Bron sind auch die einzelnen Haare scharf abgebildet.

Die erste Pose nach der Improvisation: Dank des Speedmodus des Moves von Bron sind auch die einzelnen Haare scharf abgebildet.

Für diesen Sprung brauchte Maya einen Schritt Anlauf: Ich fokussierte manuell auf die Stelle, an welcher sie springen würde und versuchte, im richtigen Moment abzudrücken.

Für diesen Sprung brauchte Maya einen Schritt Anlauf: Ich fokussierte manuell auf die Stelle, an welcher sie springen würde und versuchte, im richtigen Moment abzudrücken.

Die Profi-Tänzerin Maya Tray performt im Fotostudio vor der Kamera.

Nachdem Maya einigermassen stabil stand, stellte sie sich auf die Zehen. Dann musste es schnell gehen.

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