Tanzimprovisation im Fotostudio

Fotografie

Bis im Sommer 2019 gab es in Neuhausen dank der Junior Cinevox Dance Company professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Mit einigen von Ihnen hatte ich die Ehre, zusammenarbeiten zu dürfen. Kurz vor ihrer Abreise stoppte Prima Tharathep bei mir und wir fotografierten ihre Tanzimprovisation im Fotostudio.

Ausdruck in der Tanzimprovisation

Im Vorfeld des Shootings hatten wir abgemacht, dass Prima improvisieren würde. Meine Aufgabe war es, zu beobachten und zu versuchen, im richtigen Moment die Kamera auszulösen. Dieses Zusammenspiel war sehr spannend aber auch eine grosse Herausforderung: Prima legte ihre Musik auf und liess sich gehen. Da ich keine Ahnung hatte, was als nächstes kommen würde, und sie nicht dirigieren konnte, versuchte ich, mich von ihrer Improvisation treiben zu lassen. Parallel zu ihr improvisierte also auch ich. Dabei sind viele suboptimale Bilder entstanden, aber auch einige, die ihren und meinen Ansprüchen genügen.

Viel Licht

Da weder sie noch ich wussten, wohin die Improvisation gehen würde, versuchte ich ihr mit dem Licht so viel Spielraum wie möglich zu geben. Ich platzierte meine Octabox mit 1.5 Metern Durchmesser oberhalb von ihr. Zu Beginn hatte ich auf dem Boden eine weisse Plexiglasscheibe ausgelegt, die ich nach einigen Fotos aber wieder wegräumte. So oder so erhellte sie aber der weisse Untergrund zusätzlich zum Hauptlicht. Die weisse Rückwand verdunkelte ich mit einem schwarzen Bühnenvorhang. Dank dieses Setups hatte Prima viel Bewegungsfreiheit, die sie auszunutzen wusste.

Kontrollierte Sprünge

Zum Abschluss bat ich Prima noch, einen Sprung anzuhängen. Zuerst starteten wir mit Langzeitbelichtungen (2 Sekunden) und einem Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang. Da der Move ein relativ starkes Einstelllicht hat, sieht man Prima in der Ausgangslage relativ gut, die ganze Bewegung ist verwischt und zum Schluss friert sie der Blitz ein.

Zum Abschluss „improvisierte“ ich dann und bat Prima um einen letzten Sprung bei einer „normalen“ Verschlusszeit, um die Bewegung komplett einzufrieren. Für meinen Geschmack war das die richtige Entscheidung, denn dieses Bild ist eines meiner Lieblingsbilder aus dieser Session.


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