Nina Haug

Personal Branding

Nina Haug ist eine passionierte junge Pianistin und kommt im heutigen vierten Teil meines „Audiografie“-Projektes zu Wort.

Nina Haug im Gespräch

Da wir den Flügel nicht ins Studio transportieren konnten, fotografierte und interviewte ich sie im Stadttheater Schaffhausen. Kurz bevor sie ihr Masters-Studium in New York antrat, konnten wir einen Termin finden. Peter Surbeck vom Stadttheater ermöglichte uns das Shooting, herzlichen Dank dafür.

Für alle, die kein Schweizerdeutsch verstehen, habe ich den Text unterhalb der Tonspur sinngemäss wiedergegeben.


„Ich bin Nina Haug. Ich mache Musik, das ist meine Leidenschaft und mein Ein und Alles. Ich bin aus Schaffhausen und habe momentan kein Zuhause, weil ich überall zu Hause bin, wo ich Musik machen kann. Das war in Finnland, wo ich zwei Jahre wohnte, in Deutschland und jetzt in New York.“


„Ich spiele Klavier seit ich etwa fünf bin und mache das jetzt schon mein Leben lang fast jeden Tag. Musik ist für mich unglaublich wichtig und es ist der Weg oder das Mittel, mich auszudrücken. Wenn ich die Musik nicht hätte, wüsste ich nicht, was ich auf dieser Welt machen sollte. Mhm… es sieht so aus, dass ich eigentlich jeden Tag Klavier übe. Meistens ist man alleine, weil man ja daran schleifen muss und daran schleifen, dasselbe noch einmal und noch einmal und noch ein bisschen besser.

Gut, was heisst besser? Vielleicht einfach anders. Einfach noch genauer zuhören, wie kann man es noch schöner machen, noch feiner. Diese Arbeit ist natürlich nie fertig. Und das mache ich eigentlich den ganzen Tag. Natürlich mit dem Ziel auf ein Konzert hin. Denn ich mache das ja nicht nur für mich, ich mache das vor allem für die Leute. Denn wenn ich ein Konzert spiele, geht es mir darum, dass ich diesen Leuten eine Freude mache, dass ich sie glücklich mache indem ich ein schönes Konzert spiele und sie irgendwo erreichen kann.“


„Und wenn es dann soweit ist und man hat ein Konzert, dann vergisst man eigentlich alles. Man ist einfach nur dort, im Moment dort, man hat das Klavier unter den Fingern. Man merkt, die Leute sind totenstill und hören einem zu. Die Spannung im Raum. Und sie, entschuldigung, sie „fressen dir aus der Hand“. Das heisst, ich spiele und dann mache ich vielleicht ein bisschen so oder so und es ist überhaupt nicht geplant.

Es passiert einfach alles im Moment. Etwas ganz Spontanes, extrem Intimes, extrem Persönliches. Ich kann ja nur spielen, wie ich bin. Ich übe zwar und man will alles gut machen, aber vielleicht kommt es in diesem Moment einfach anders. Und es ist die grösste Freude und die grösste – äh, es setzt einfach eine unglaubliche Menge an Energie frei, wenn man ein Konzert spielt. Und nachher, wenn die ganze Spannung vorbei ist, dann kann man … hm… ja, dann muss man eine Pause machen…“

Liebe Nina, vielen Dank für den sehr persönlichen Einblick in deinen Alltag und deine Leidenschaft!

(Shooting und Interview fanden im Juni 2019 statt.)

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