GFX im alpinen Umfeld

Fotografie

Vergangene Woche bin ich mit Freunden nach Disentis gefahren, um die GFX 100 im alpinen Umfeld zu testen. Am ersten Tag widmeten wir uns dem Freeriden. Ich wollte wissen, wie leistungsfähig der Fokus ist und was ich aus den Rohdaten alles herausholen kann.

Gewicht und Grösse

Ich nutzte das Objektiv GF 32-64mm f4. Da die Kamera im Vergleich zu meinen X-T3’s gross und schwer und somit eher „unhandlich“ ist, hatte ich sie im Rucksack. Die X-T3 hänge ich normalerweise vor die Brust, damit sie jederzeit einsatzbereit ist. Die GFX inkl. Objektiv ist mir zu schwer vor der Brust und zu unbequem beim Fahren. Ich trennte Objektiv und Kamera und verstaute beides im Rucksack (zusammengesetzt war die Combo zu tief). Wollte ich Fotos machen, musste ich also den Rucksack ausziehen, das Objektiv aufsetzen und war erst dann einsatzbereit.

Viel Umgebung und doch sehr detailliert

Nach meinen Erfahrungen im Studio und bei anderen Einsätzen wollte ich in diesem Gelände testen, wie sich die Kamera in diesem Umfeld macht. Fokus und Bilddetails waren für mich die interessanten Punkte. Da ich in steilen Hängen aufgrund von Sicherheitsüberlegungen (Lawinen) von weiter weg fotografieren musste, waren die Skifahrer eher klein. Doch das ermöglichte mir, zu sehen, was die 100 Megapixel alles abbilden. Da meine Models relativ klein waren, war auch der Autofokus gefordert. Dieser erfüllte seine Dienste tadellos. Und dank der hohen Auflösung kann ich meine Bilder problemlos zuschneiden und die Ausschnitte beliebig wählen (Gedanken dazu s. letzter Abschnitt).

Fazit zur GFX im alpinen Umfeld

Die GFX hat problemlos geliefert, was ich von ihr erhoffte und meine Erwartungen erfüllt. Im direkten Vergleich zu den X-T3-Dateien sieht man ganz klar das Plus an Details, Nuancen und des dynamischen Umfanges. Für Shootings und Einsätze kommt sie demnach auch in diesem Umfeld in Frage.

Allerdings ist die Kamera gross und schwer (im Vergleich mit anderen Mittelformatkameras NICHT). Es ist etwas umständlicher, sie einzusetzen als die kleinen Geschwister der X-Serien. So nahm ich auf die Skitour am zweiten Tag dann auch die X-T3 mit, da wir gut 900 Meter aufstiegen. Das hätte auch mit der GFX geklappt, allerdings hätte ich wesentlich mehr Gewicht dabei gehabt. Das Plus an Qualität entschädigt aber für vieles und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Test in ähnlichem Gelände.

Eines bleibt noch zu sagen: In meinen Augen darf es nicht das Ziel sein, „einfach“ mal zu fotografieren und dann das Bild zurecht zu schneiden. Ich versuche, meine Bilder so zu erstellen, wie sie dann auch am Schluss aussehen sollen. Hier ging es mir darum, zu sehen, welche Details die Bilder noch zeigen, wenn mein Hauptsujet verhältnismässig klein ist.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Thom, der uns wie gewohnt sicher und souverän durch die alpine Welt geführt hat.

In der folgenden Galerie habe ich jeweils das Original (direkt aus der Kamera) sowie die entwickelte RAW-Datei als TIFF hinterlegt. Das letzte Bild ist ein Ausschnitt aus dem zweitletzten. Durch klicken werden die Bilder bis auf 100% vergrössert.


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