Detailreiche Schatten der GFX

Fotografie

Im letzten Blog-Beitrag habe ich darüber berichtet, dass ich die Mittelformatkamera GFX 100 von Fuji unter anderem in der Eishalle beim Shooting mit dem EHC Schaffhausen getestet habe. Ich habe die Kamera unter schwierigen Lichtverhältnissen eingesetzt und gesehen, wie detailreich die Schatten der GFX sind. Die Portraits der ersten Mannschaft habe ich dann mit der Fuji X-T3 erstellt. Dies hatte einen einfachen Grund, doch dazu mehr.

Detailreiche Schatten der GFX Daten

Die Portraits des Vorstandes konnten wir nicht auf dem Eisfeld erstellen, da parallel zum Shooting der Trainingsbetrieb lief. So stellte ich die Damen und Herren des Vorstandes  oberhalb der Tribüne auf und setzte die GFX aufs Stativ. Mit einem Siros 800L mit Silberschirm beleuchtete ich die Personen und schaute, dass ich mit entsprechendem ISO-Wert und Verschlusszeit die Eishalle einigermassen hell belichten konnte. Das Bild im gesamten hielt ich eher dunkel, da ich keine überbelichteten Lichter wollte. Bei der GFX kann man sehr viel aus den Schatten (dunklen Bereichen) retten.

Hier also das Bild, direkt aus der Kamera:

Die Daten der GFX 100 sind sehr detailreich in den Schattenpartien.

Die Daten der GFX 100 sind sehr detailreich in den Schattenpartien.

In Capture One arbeitete ich dann mit Ebenen: Eine Ebene nutzte ich, um den Hintergrund (alles ausser die Person) zu optimieren. Auf der zweiten Ebene passte ich die Person an die nun hellere Umgebung an. Die dritte Ebene nutzte ich für Retuschen an der Haut (Farbe und Helligkeit):

Drei Ebenen in Capture One Pro sowie der Zuschnitt führen dann zu diesem Bild.

Drei Ebenen in Capture One Pro sowie der Zuschnitt führen dann zu diesem Bild.

Da ich die GFX 100 erstmals testete, musste ich mich ein Stück weit auf Informationen aus dem Netz verlassen, was den Detailreichtum in den Schatten anbelangt. Ich hatte aber bereits vorgängig ein Bild gemacht, das ich bewusst unterbelichtet hatte, um selber zu sehen, wie viel noch zu retten war. Somit wusste ich, dass ich mit meinen Einstellungen noch lange nicht an die Grenzen des Möglichen ging.

Zangenlicht für die Portraits

Sämtliche Mannschaftsbilder sowie die Portraits der ersten Mannschaft erstellten wir auf dem Eis. Da diese Aufnahmen aus organisatorischen Gründen auf zwei Abende verteilt werden mussten, hatte ich am zweiten Abend die GFX nicht mehr zu Verfügung. Daher entschied ich mich, alle Aufnahmen auf dem Eis mit der X-T3 zu schiessen, um einen einheitlichen Look zu erzeugen. Für die Mannschaftsfotos stellte ich drei Blitze auf, jeweils mit einem Durchleuchtschirm. So hatte ich über eine grosse Breite hinweg ziemlich homogenes Licht.

Drei Blitze mit Durchleuchtschirmen erhellen die gesamte erste Mannschaft des EHC Schaffhausen.

Drei Blitze mit Durchleuchtschirmen erhellen die gesamte erste Mannschaft des EHC Schaffhausen.

Die Portraits schossen wir dann vor einem Tor. Ich stellte meine beiden Siros 800 L als „Zangenlicht“ neben dem Tor auf. Sie brachten das Rot des Tores schön zum Vorschein und hellten jeweils noch die Seiten der Person vor der Kamera auf. Als Hauptlicht setzte ich den Move mit der Beautybox ein. Ich platzierte den Kopf an einem C-Stand mittig über den Spielern und setzte meine Kamera darunter. Die Spieler stellten sich an einen definierten Punkt und ich brauchte nur noch abzudrücken. So konnten wir in kürzester Zeit die Portraits der Spieler und des Staffs erstellen.

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