Bouldern: Bergsommer Teil 4

Nach den Abenteuern im Schnee gehen wir im 4. Teil der Bergsommer-Serie etwas tiefer liegend ans Werk: Oberhalb von Kandersteg fotografierten wir am Vormittag verschiedene Szenen beim Bouldern. Für alle Nicht-Kletterer: Bouldern nennt man Klettern auf Absprunghöhe, oft an einzelnen Felsblöcken (engl: Boulder). Dabei sind die Kletternden nicht mit Seilen gesichert. Ihre Partner funktionieren als „Spotter“, ein „Crash-Pad“ polstert den Boden und deckt gefährliche Steine ab. Diese Matten können wie ein Rucksack zum Fels geschleppt werden.

Mit den Crash-Pads auf dem Rücken suchen sich die Kletterer einen guten Felsblock.

Mit den Crash-Pads auf dem Rücken suchen sich die Kletterer einen guten Felsblock.

Unbequeme Positionen

Wie alles im Leben gibt es auch beim Bouldern Vor- und Nachteile, hier natürlich aus der Sicht des Fotografen: Da die Athletin/der Ahtlet relativ nahe über dem Boden klettert, können die Fotos ohne riesige Installationen und Sicherungsübungen erstellt werden. Die Nähe zum Boden hat aber auch Nachteile, da man sich manchmal in sehr unbequeme Positionen begeben muss. Und auch das vermeintlich weiche Grün kann sich mal als Brennesseln entpuppen…

Bei Boulder-Aufnahmen findet man sich als Fotograf auch mal in sehr unbequemen Posen wieder.

Bei Boulder-Aufnahmen findet man sich als Fotograf auch mal in sehr unbequemen Posen wieder. Mischu hält den Blitz, um Andrea gegen den Himmel hin aufzuhellen. (Foto: Yvonne Hennet, Bächli Bergsport)

Ich sah Andrea Kümin dann entsprechend so:

Die Spitzenkletterin Andrea Kuemin bouldert für Werbeaufnahmen von Bächli Bergsport.

Auch unser zweiter Boulderer, Benjamin Blaser hängte sich an derselben Stelle an den Fels. Dank des Blitzes, den Mischu hielt, konnte ich seine Muskulatur noch etwas modellieren. Das war zwar nicht nötig, aber schaden tut es ja auch nicht…

Benjamin Blaser bouldert oberhalb von Kandersteg während eines Fotoshootings für Bächli Bergsport.

Nach einigen Minuten befreite ich mich dann wieder aus der nicht ganz gemütlichen Lage in den Brennesseln und fotografierte dieselbe Stelle noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Dank der erhöhten Position erhält das Bild des Boulderers eine zusätzliche Dynamik.

Dank der erhöhten Position erhält das Bild des Boulderers eine zusätzliche Dynamik.

Dank des Klappdisplays der Fuji X-T2 konnte ich diese Aufnahme relativ gemütlich machen und gleichzeitig kontrollieren, dass ich den gewünschten Bildausschnitt erreichte.

Beni auf dem Weg zum nächsten Griff. Durch ein grosses Loch im Fels konnte ich ihn praktisch aus Sicht des Felsens fotografieren.

Beni auf dem Weg zum nächsten Griff. Durch ein grosses Loch im Fels konnte ich ihn praktisch aus Sicht des Felsens fotografieren.

Blitze beim Bouldern gegen die Sonne

Wir fotografierten natürlich auch an grösseren Blöcken. In einer Einstellung musste ich gegen das Licht fotografieren, um den gewünschten Hintergrund zu erhalten. Ich stellte also den Move von Broncolor auf und mass das Licht. Anschliessend konnte sich Andrea an die Linie wagen, gegen Stürze gesichert von Beni und Jonas. Mit Verschlusszeit und Blende konnte ich die Balance zwischen natürlichem Licht und Blitz nach unseren Vorstellungen anpassen.

So war der Vormittag zügig vorüber. Nach einer kurzen Mahlzeit stiegen wir den steilen Hang weiter empor, schliesslicht fehlten noch die Kletterfotos. Diese sind dann Inhalt des 5. und letzten Teils der Bergsommer-Serie.

Dank des Blitzes kann ich gegen die Sonne fotografieren ohne die Wolken zu überbelichten, während Andrea beim Bouldern ist.

Dank des Blitzes kann ich gegen die Sonne fotografieren ohne die Wolken zu überbelichten.

Andrea erreicht den Ausstie dieses Boulders.

Ein weiterer Vorteil beim Bouldern: Je nachdem bietet sich die Möglichkeit, einfach von oben her fotografieren zu können.

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